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Zum Gedenken an
Ernst Herbert Farr- Freytag
26.02.1919 - 09.12.2011

Erst jetzt haben wir erfahren, dass
Ernst Herbert Farr nach langer,
schwerer Krankheit in Buenos Aires
verstorben ist.
Gern hätte er noch am Treffen im Mai
2011 teilgenommen,
aber seine Erkrankung ließ die
Strapazen der weiten Reise nicht mehr zu.
Wir alle werden Ernst Herbert Farr,
diesen gebildeten, charmanten
und weltoffenen ehemaligen Zögling
des Waisenhauses in ehrender
Erinnerung behalten.
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Wir Vereinsmitglieder und die
ehemaligen Zöglinge des Jüdischen Waisenhauses
trauern um die Kuratorin unseres
Vereins, Frau Christa Wolf, die nach schwerer
Krankheit am heutigen Donnerstag,
dem 1. Dezember 2011, verstorben ist.

Christa Wolf war sehr eng mit
unserem Verein verbunden.
Ein unwiederbringliches
Zeitzeugnis sind ihre Interviews mit den ehemaligen Zöglingen, die nach
Jahrzehnten in das Gebäude ihrer Kindheit, aus dem sie von den
Nationalsozialisten vertrieben worden waren, im Jahre 2001 erstmals
zurückgekehrt waren.
Wir werden Christa Wolf ein
ehrendes Gedenken bewahren und bekunden ihrem Ehemann
Gerhard Wolf und ihren Kindern,
Schwiegerkindern und Enkeln unser aufrichtiges Mitgefühl.
(Foto: Spree -Tom - Wikipedia)
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Wir trauern um
Alex Deutsch
( 7.8.1913 - 9.2.2011 )
Er und seine Frau Doris waren in den letzten
Jahren mehrmals unsere Gäste und sie hatten ihre Reise für das Treffen der
ehemaligen Zöglinge im Mai 2011 schon geplant.
Wir sind froh, dass wir während unserer
Begegnungen so viel von ihm erfahren durften,aus einem Leben voller Verluste und
Erniedrigungen, aber auch voller unbändiger Kraft, Zuversicht und Engagement bei der
Arbeit mit jungen Menschen.
Alex Deutsch war von 1923 bis 1928 Zögling des
Waisenhauses.
Im Jahre 1943 wurden er, seine damalige
Ehefrau Thea und sein erst zweijähriger Sohn
Dennis in das Vernichtungslager Auschwitz deportiert. Ehefrau und Sohn wurden
sofort ermordet, Alex Deutsch überlebte Auschwitz, den Todesmarsch nach Gleiwitz
und das KZ Buchenwald, wo er von den Amerikanern befreit wurde.
Er kehrte Deutschland verständlicher Weise den
Rücken kam aber nach seiner Pensionierung 1978 zurück. Vielleicht auch deshalb,
weil er sich, wie er uns erzählte, in Auschwitz geschworen hatte, falls er
überlebe, die Verbrechen der Nazis anzuklagen, darüber aufzuklären und für
Mitmenschlichkeit und Toleranz zu wirken.
Gemeinsam mit seiner Ehefrau Doris wirkte Alex
Deutsch fortan bis zuletzt ehrenamtlich mit bewundernswertem unermüdlichem
Einsatz in verschiedenen Organisationen der Jugendarbeit gegen neofaschistische
Tendenzen und für ein tolerantes Miteinander.
Für sein Engagement wurde Alex Deutsch hoch
geehrt, zuletzt 2007 mit dem Verdienstkreuz Erster Klasse.
Unser Verein trauert um einen bewundernswerten
Menschen.
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Das dürfte alle „Ehemaligen“ und
Freunde des Jüdischen Waisenhauses interessieren:
Die Schule Eins, die seit einigen Jahren
die Betsaaletage und das Dachgeschoss gemietet
hat, ist jetzt eine Gemeinschaftsschule. Das
heißt, dass alle Kinder von der ersten Klasse bis zum Abitur gemeinsam lernen
werden.
Um dieses Vorhaben realisieren zu können,
wurde der ehemalige Tabakspeicher der Garbàty-Fabrik erworben und momentan zu
einem wunderbaren Schulgebäude umgebaut. Schade, dass Prof. Tom Gàrbaty das
nicht mehr erleben durfte.
Das Waisenhaus und der ehemalige
Tabakspeicher bilden nun ein harmonisches Ensemble mit viel Platz zum Lernen und
Spielen. Im Dachgeschoss wird sich eine große Sporthalle befinden, die auch als
Aula genutzt werden kann.
Schon im Spätherbst soll das neue Gebäude
eingeweiht werden.
Vom Speicher eröffnen sich auch ganz neue
Ausblicke auf die Rückfront des Waisenhauses.

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